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sicht auf Kaimt mit Haus Treis
Stadtverwaltung Zell (Mosel), Balduinstraße 44 56856 Zell (Mosel), Tel: 06542 9696-0, Fax: 06542 9696-46, Mail: info@zellmosel.de
Stadtteil Zell-Kaimt 

Kaimt liegt gegenüber von Zell, ist mit ihm durch eine Fußgängerbrücke verbunden und doch in der Ortsstruktur und vor allem in der Mentalität der Bewohner "meilenweit" entfernt. Das hängt mit der Geschichte zusammen, denn Zell ist
eine römische Gründung, wogegen Kaimt schon in keltischer Zeit bestand.
Zell war stets die Stadt, dort wurde gehandelt und verwaltet seit römischer Zeit. Auch heute macht Zell, mitStadtteil Zell Kaimt Geschäften, deren große Schaufenster an geraden Straßen liegen, einen kleinstädtischen Eindruck. Kaimt dagegen war Winzer-, Bauern- und Fischerdorf und ist es zum Teil bis heute geblieben.

Enge, winklige Gassen mit Winzerhäusern bilden den Ortskern, Geschäfts- und Bürgerhäuser sind dort nicht zu finden. Der Verkehr auf der Bundesstraße umgeht den Ort, und die kleinen Gassen laufen hinunter zum Moselufer, wo auch kein Durchgangsverkehr die spielenden Kinder und die Spaziergänger stört. Dieser dörfliche Charakter, die schönen Fachwerkhäuser und das sonnige Moselufer bilden den besonderen Reiz von Kaimt.


Historische Daten:

ca. 200 v. Chr.

Erste Menschen siedeln auf den Höhen des Barls und im Ortsbereich

um 500 v. Chr.

Kelten siedelt im Distrikt "Winzwies" oberhalb des Schwimmbades

um 100 v. Chr.

Kelten errichten eine Befestigungsanlage auf dem Bainter Kopf

1.-4. Jahrh. n. Chr.

Römische Gutshöfe im Distrikt "Winzwies" und im Bereich der Plänterstraße

4.-5. Jahrh.

Spätrömische Befestigungsanlage auf der Marienburg

7. Jahr. (?)

Bau der ersten Tauf- und Mutterkirche für die Bewohner des Zeller Hamms auf der Marienburg

732/733, 1. April

Erste urkundliche Erwähnung im Testament der Adela

1030

Sitz eines Landkapitels (Dechanats), das von Ürzig bis zum Eltzbach reichte.

1143, 22. Febr.

Erste Erwähnung der St. Jakobuskirche in Kaimt

1157, 18. Okt.

Weihe einer Klosterkirche der Augustinerinnen neben der Mutterkirche des Hamms auf der Marienburg

um 1200

Verlegung der Mutterkirche nach Zell

1339

Erste Erwähnung der Klemenskapelle in Oberkaimt (nach 1803 abgebrochen)

1515, 6. Okt.

Aufhebung des Klosters auf der Marienburg und Errichtung einer Befestigungsanlage

1632, Febr.

Schweden besetzen die Marienburg

1650, 7. Febr.

Zwei Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (!) stürmen französische Hilfstruppen des Trierer Kurfürsten die Befestigungsanlagen auf der Marienburg

um 1795

Kaimt wird von den französischen Besatzern zusammen mit Corray nach Zell eingemeindet

1798

Errichtung der Pfarrei Kaimt in der früheren Filialkirche St. Jakobus

1827

Kaimt wird wieder selbstständig

1950, 1. Sept.

Endgültige Eingemeindung Kaimts nach Zell

1953

Bau der ersten Brücke

1969

Erschließung des Barls